Europa so - oder besser?
Motivation
Im Hinblick auf die letzte Europawahl des Jahrtausends (13. Juni 1999) erschien in der Schriftenreihe Eurologie und Sprachpolitik" des Arbeitskreises für liberale europäische Sprachpolitik" am 26. April eine überparteiliche Denkschrift des Paderborner Bildungskybernetikers und derzeitigen Präsidenten der Internationalen Akademie der Wissenschaften (AIS) San Marino, Prof. Dr. Dr.h.c. Helmar G. Frank unter dem Titel Europa so oder besser?". Darin warnt er vor dem drohenden Scheitern des europäischen Einigungswerks wegen der Horizontverengung auf überwiegend wirtschaftliche und militärische Anliegen, statt auch (und in erster Linie) kulturelle und sprachliche Probleme kreativ anzupacken.
Bisher fehlte es im europäischen Parlament an einer ernsthaften Bemühung um die Erzeugung eines europäischen Wir-Gefühls, also um die Herausarbeitung einer europäischen Identität. Sie setzt eine Konkretisierung der Wunschvorstellung von einer typisch europäischen Einheit in der sprachlich-kulturellen Vielfalt voraus. Dazu werden in der Denkschrift sehr konstruktive, wenngleich wenig populäre Wege aufgezeigt, um das sonst unvermeidliche Abgleiten ins europäische Kulturgrab zu vermeiden.
Die Denkschrift führt einige Ansätze aus der Wahlplattform der F.D.P. weiter; sie steht aber auch zu den bekanntgegebenen Zielen der anderen klassischen Parteien nicht im Widerspruch weil noch keine Partei mehrheitlich das Kommunikationsproblem als Nerv des europäischen Einigungswerks begriffen hat. Die Aussagen aller Parteien sind zur europäischen Sprach- und Kulturpolitik bisher äußerst blass. Paderborner Impulse" sollen Denkanstöße geben, indem sie Hauptinhalte der Denkschrift plakativ zusammenfassen.
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