Europa so - oder besser?
2. Krankheitsursachen und Verlaufsaussichten
2.1 Vorrang von Wirtschaftsinteressen in der Vor- und Frühgeschichte.
Oft und gerne werden Konrad Adenauer, Alcide De Gasperi und Robert Schuman ein Deutscher, ein Italiener und ein Franzose als "Väter" der Europäischen Gemeinschaften (EG) bezeichnet. Die Geschichte der damaligen EG ist die Frühgeschichte der heutigen EU. Sie reicht von 1951 bis zur ersten Direktwahl des Europäischen Parlaments 1979.
Übersehen wird bei besagter Vaterschaftszuschreibung, dass die Währungsunion, die schon 1920 zwischen Luxemburg und Belgien geschlossen wurde, sozusagen als Embryo vorausging und noch vor Geburt der EG durch die (1944 von den drei Regierungen im Londoner Exil vorbereitete, 1947 beschlossene) Wirtschaftsunion mit den Niederlanden zum Staatenbund Benelux angewachsen war. In die Zeit der damaligen Vorgeschichte der EU fallen (neben vielbeachteten innereuropäischen Initiativen namhafter Politiker) vor allem 1949, im Verlauf von nur fünf Monaten, die Gründungen des Rats für gegenseitige Wirtschaftshilfe (RGW) in Moskau durch die Sowjetunion und andere (damals) kommunistisch beherrschte eurasische Staaten, der Nordatlantikpakt-Organisation (NATO) in Washington durch die USA, Kanada und zehn westeuropäische Staaten, sowie des Europarats durch die in London erfolgte Satzungsunterzeichnung. Zwei Jahre später, am 18. April 1951, schlossen dann in Paris die drei Benelux-Länder mit Deutschland, Italien und Frankreich den Vertrag über die "Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl".
Die erstem Schritte auf dem Wege zur Europäischen Union wurden also und dies ist die erste Krankheitsursache - im Bereich der Wirtschaftspolitik gegangen, genauer: im Bereich der damals für die Rüstungsindustrie noch wichtigsten Rohstoffförderung. Folgerichtig kamen in den Folgejahren die "Europäische Atomgemeinschaft" und der "Gemeinsame Markt" hinzu, bevor 1957 alle diese "Europäischen Gemeinschaften" zur "Europäischen Gemeinschaft" vereint wurden. Die europäische Kultur und ein in ihr wurzelndes europäisches Wir-Gefühl waren nicht Vertragsgegenstand.
Auch wenn es Adenauer, De Gasperi und Schumann sicher nicht an Weitblick fehlte, und sie vielleicht sogar in ihrer gemeinsamen, konfessionell-konservativen Weltanschauung die Perspektive einer europäischen Identität erträumten, darf nicht übersehen werden, dass sie - ebenso wie bisher nahezu alle europäisch engagierten Berufspolitiker - nur auf der materiellen Ebene agierten. Es darf niemand wundern, wenn dementsprechend auch für viele Europabürger noch immer Europa nicht gekennzeichnet ist durch eine erlebte oder zumindest erstrebte Einheit im weiter zu pflegenden vielfältigen Reichtum an Sprachen und Kulturen. Seien wir ehrlich: für viele ist die Europäische Union kaum mehr als eine Region harmonisierter Schweinepreise. Darin kann kein Wir-Gefühl Wurzeln schlagen.
2.2 Die Angstgemeinschaft.
Ein zunächst kräftig aufgekeimtes, aber und das ist die zweite Krankheitsursache - nur angstbedingtes europäisches Wir-Gefühl wurde von außen erzeugt: von Stalin. Ihm war es am Ende von Hitlers Eroberungskrieg gelungen, sein eigenes Terrorregime bis nach Deutschland hinein auszudehnen. Es war zu befürchten, dass er zum Gründer eines sowjetisch geeinten Europa vom Atlantik bis zum Pazifik werde. Rettung konnte nur vom anderen Großen Bruder erhofft werden: von den USA. Die NATO entstand unter ihrer Führung. Die unter sowjetische Herrschaft geratenen Staaten im östlichen Teil Europas setzten 1955, sieben Monate nach Aufnahme Deutschlands in die NATO, dieser im Warschauer Pakt einen zweiten Militärblock aus acht RGW-Staaten entgegen. Das Gleichgewicht des Schreckens begann.
Was Angst und Schrecken zusammentreiben, braucht nicht mehr zusammenzuhalten, wenn Angst und Schrecken schwinden. Das europäische Wir-Gefühl der gemeinsamen Angst war schon stark verblasst, als 1979 die erste Direktwahl zum Europaparlament stattfand. Von einer Europabegeisterung der Wähler war kaum noch etwas zu bemerken. Als zehn Jahre später Michael Gorbatschow als letzter Präsident der Sowjetunion den Weg zu einer unbehinderten Ostausweitung der Europäischen Union frei machte, hätte dazu im Westen kaum noch Neigung bestanden, wenn nicht rechtzeitig der Einigungsprozess schon reichlich Früchte getragen hätte: steigenden materiellen Wohlstand und weitgehende Freizügigkeit.
2.3 Fehlen einer europäischen Identität.
Während der Wohlstand wuchs, wuchsen auch schon die Keime der Zerstörung. Die Krankheit nahm unerbittlich ihren Verlauf und die Folgen sind vorhersehbar. Die Fortschritte bei der vorzeigbaren wirtschaftlichen und institutionellen Entwicklung der Europäischen Union waren begleitet vom Verfall der Begeisterung ihrer Bürger. Denn die innere Stabilisierung des erreichten Entwicklungsstands der EU erfordert im Bewusstsein der Unionsbürger ein positives Wir-Gefühl, d.h. eine übereinstimmend gesehene, positiv begründete, supranationale europäische Identität. Sie fehlte und fehlt noch immer.
Eine von den Europabürgern emotional erlebte europäische Identität müsste die weiterbestehenden nationalen Identitäten dreifach "aufheben": sie müsste nicht nur erstens - frühere Verfeindungen endgültig überwinden, sondern zweitens - auch Bestand und Weiterentwicklung jedes nationalen kulturelle Erbes, insbesondere auch des sprachliche Erbes, wahren und pflegen und es vor allem drittens - auf die höhere Stufe unverzichtbarer, unterschiedlicher Stimmen des europäischen Konzerts heben. Dessen gemeinsame Stimmung und Rhythmik die Entwicklung der "typisch europäischen" Einheit in der Vielfalt kann nicht im Materiellen (im Bereich von Industrie und Handel oder gar auf militärischem Gebiet) allein erfolgen. Die gemeinsame europäische Stimmung muss vielmehr in erster Linie im Informationellen, nämlich in Sprache und Kultur, entstehen. Aber stattdessen droht Europa zum Kulturgrab zu werden, wenn weiterhin nichts zur Besserung des Krankheitsverlaufs unternommen wird.
2.4 Niedergang der europäischen Kultur.
Schon kommen nordamerikanische Touristen enttäuscht aus Europa zurück, wo sie sobald sie aus den Museen in den europäischen Alltag zurückkehrten statt des offiziell gepriesenen Reichtums an Sprachen und Kulturen kaum noch mehr vorfanden als klägliche Nachahmungen ihres eigenen Kultureintopfes, und dies nicht nur bei populärer Musik, Gesellschaftstanz und Spielfilmen. Kaum ein Zweig der Kultur europäischer Völker ist noch unberührt von diesem drohenden Absterben der Eigenständigkeit. Die lebendige Vielfalt regional typischer Kulturformen verkommt zur folkloristischen Touristenattraktion, vermarktet durch professionelle Darsteller, die privat von der Kleidung bis zur Meinung - längst nivelliert sind.
Europas unverwechselbare Einheit in der Vielfalt, also seine viel gepriesene aber wenig durchdachte Multikulturalität, erfordert eine akzeptable Ortsbestimmung zwischen einer freizügigkeitsbeschränkenden Apartheid durch Kultur-Ghettos einerseits und einem wahlfreiheitstötenden Kultureintopf US-amerikanischer Prägung andererseits. Kurzfristig droht der europäischen Kulturvielfalt dieses zweite Extrem. Gefährdet ist nicht zuletzt deren Kern, nämlich unser Reichtum an Sprachen. Hier wird besonders emsig unser Kulturgrab geschaufelt - und damit das Grab Europas.
Dies bemerkt natürlich nur, wer genügend Rückgrat hat, um trotz aller Schleichwerbung und schlechter Vorbilder seine geistige Selbständigkeit zu wahren. Nicht bemerkt wird die (nicht mehr nur gedankenlos sondern bereits absichtlich betriebene) systematische europäische Kulturzerstörung von jenen, die unter "Europa" nur einen militärisch-wirtschaftlich-politisch-kulturell-sprachlichen Wurmfortsatz der USA verstehen. Sie sind zur Mitwirkung am Aufbau und Ausbau der Europäischen Union zu einem vereinten, freiheitlichen Europa gleichberechtigter Völker unter Wahrung ihres sprachlichen und kulturellen Erbes ebenso ungeeignet, wie jene, die beim Blick auf den Globus zynisch feststellen, Europa sei nur ein Wurmfortsatz Asiens.
2.5 Immunschwäche gegen Kulturzerstörung.
Mehr als unsere französischen Nachbarn leiden wir Deutschen an der europaweit verbreiteten Immunschwäche gegen die unverhohlene Werbung zur Kulturzerstörung. Vor ersten Anzeichen wurde spätestens im vergangenen Jahrhundert gewarnt. Damals hinterließ der deutsche Philosoph Arthur Schopenhauer ein Manuskript mit dem bemerkenswerten Titel "Ueber die allgemeine und allseitig mit Wetteifer betriebene methodische Verhunzung der deutschen Sprache." An die Abkürzungssucht, die Schopenhauer hauptsächlich rügte, haben wir uns inzwischen gewöhnt, obgleich sie lawinenhaft gewachsen ist. Die heute betriebene Verhunzung nicht nur der deutschen Sprache besteht in erster Linie in ihrer Zersetzung durch eine täglich wachsende Zahl entbehrlicher Anglizismen. Der entstehende Sprachpfusch wird nicht selten als "Neudeutsch" gepriesen oder als Denglisch verharmlost. Die Sucht, darin zu wetteifern, ist sogar noch stärker als die Abkürzungssucht, weswegen - um durch nur ein einziges Beispiel die akute Kulturkrankheit zu belegen - viele (noch) Deutschsprechende statt des kürzeren deutschen Wortes "Rechner" lieber länger vom "Kompjuter" reden - und beim Schreiben auf das Respekt einflößende "C" am Wortanfang nicht verzichten wollen. Dabei gerät in Vergessenheit (und soll wohl nach dem Willen mancher Werbestrategen in Vergessenheit geraten), dass der erste Rechner schon 1937 im deutschen Sprachraum gebaut wurde: von Konrad Zuse in Berlin.
Spät, aber noch rechtzeitig bemerkten wir Europäer den Verlust an Lebensqualität durch gedankenlose oder profitgierige Verschmutzung und Zerstörung unserer natürlichen Umwelt. Nicht erst, seit sich eine "grüne" Partei auf dieses wichtige Thema spezialisierte, forderten verantwortungsbewusste Politiker (wohl als erster der damalige liberale Bundesminister Werner Maihofer) die Verbindung von Ökonomie und Ökologie. Was heute noch fehlt, ist ein Gefühl für den Verlust an Lebensqualität auch durch die nicht minder gedankenlose und oft ebenfalls durch Profitdenken motivierte Verschmutzung und Zerstörung unserer kulturellen Umwelt. Es fällt immer schwerer, zu übersehen, was uns alltäglich an Pornographie und unassimilierten Anglizismen aufgedrängt wird. Wichtig ist für den Liberalen hier das Wort "aufgedrängt". Denn wer Pornographie und unassimilierte Anglizismen süchtig sucht, der möge sie finden aber dort, wo sie dem daran Uninteressierten nicht ins Auge stechen. Freiheit und damit Lebensqualität sind unerträglich eingeschränkt, wenn man vergeblich versucht, ein nicht mit Anglizismen bedrucktes Kleidungsstück zu kaufen, und merkt, dass man längst gezwungen ist, als unbezahlter Werbeträger für die englische Sprache herumzulaufen. So vermehren sich die Kulturschädlinge in Europa wie die Viren in einem pardon! "Computer".
2.6 Das Sprachproblem Nerv der Europapolitik.
Die Sprache ist nicht nur als Kulturgut pflegenswert. Sie ist unser wichtigstes, unentbehrliches Kommunikationsmittel. Kein Staat und schon gar nicht ein Bundesstaat, wie er aus der Europäische Union entstehen soll, kann ohne Kommunikation bestehen. Darum muss das europäische Kommunikationsproblem als Nerv der Europapolitik begriffen werden, und die europäische Sprachpolitik Vorrang erhalten sogar vor der weiterhin wichtigen Wirtschaftspolitik und auch vor der erneut in den Brennpunkt unserer Aufmerksamkeit gerückten Sicherheitspolitik. Solange "wir" nur "unseren" Wohlstand verteidigen, wird erneut das bloße Wir-Gefühl-der-Angst verblassen, sobald die Bedrohung nachlässt. "Wir" werden unwillig bleiben, unseren materiellen Wohlstand mit anderen zu teilen, solange "uns" keine gemeinsamen ideellen Werte verbinden, an denen wir jene anderen auch teilhaben lassen könnten. Nicht eine Monokultur sondern ein konzertierter Kulturreichtum bildet die Grundlage der europäischen Wertegemeinschaft. Das wichtigste Medium der Kultur ist die Sprache. Kulturvielfalt erfordert Sprachvielfalt. Die Erhaltung und Weiterpflege der europäischen Mehrsprachigkeit als des grundlegenden europäischen Kulturguts ist daher die erste Aufgabe jeder europäischen Sprachpolitik.
Das europäische Kommunikationsproblem ist allerdings nicht gelöst, und ein Gefühl der Zusammengehörigkeit über innereuropäische Sprachgrenzen hinweg, also ein positives europäisches Wir-Gefühl ist nicht erzeugt, solange nicht kreativ auch an der Bewältigung der zweiten sprachpolitischen Aufgabe gearbeitet wird: an der Bahnung von Wegen zur sprachgrenzübergreifenden Verständigung ohne Überprivilegierung einer europäischen Sprachregion zu Lasten aller anderen. Dass die Krankheit Europas im Fehlen einer Einheit in der Vielfalt auch und insbesondere der Sprachen besteht, war noch niemals Thema ernsthafter Beratungen des Europaparlaments, auch nicht während seiner nun auslaufenden vierten Legislaturperiode. Erst eine Minderheit (knapp 21%) der Europaparlamentarier erkennt schon die unabdingbare Notwendigkeit einerseits und unkonventionelle Möglichkeiten andererseits, dieses Kernproblem des europäischen Einigungsprozesses zu lösen. Nur von den irischen und belgischen Abgeordneten spricht sich jeweils die überwiegende Mehrheit für eine kreative, neutrale Lösung des europäischen Kommunikationsproblems aus; von den Abgeordneten Großbritanniens befürwortet wenigstens jeder dritte eine solche faire Sprachpolitik. Dagegen wird die sprachpolitische Kenntnis- und Gedankenlosigkeit der bisherigen deutschen Parlamentsmitglieder nur noch von den Repräsentanten Griechenlands, Dänemarks und der Niederlande übertroffen: 89 unserer 99 bisherigen deutschen Europaparlamentarier schauen einfach weg darunter bis jetzt auch die ostwestfälischen Abgeordneten. Wer sich aber zur Einsicht durchgerungen hat, dass kein positives europäisches Wir-Gefühl entstehen kann ohne eine gemeinsame Zweitsprache (die natürlich kein Basic-English ist, sondern ein neutrales "Hocheuropäisch"!), der erkennt die bedrohlichen Folgen der schlimmsten Kinderkrankheit, an der das heutige Europa leidet: Europa krankt vor allem anderen an der sprachpolitischen Ignoranz und Naivität der erdrückenden Mehrheit seiner politischen Führung. Welche Folgen sind vorauszusehen, wenn weiterhin nichts zur Heilung unternommen wird?
Bild 2: Gerundete Sprecherzahlen der innerhalb der Europäischen Union offiziell gesprochenen Sprachen sowie (in gestrichelter Umrandung) der Sprachen der Erwartungsländer in Millionen. Berücksichtigt sind nur die Sprachen, die innerhalb dieses Territoriums wenigstens 0,1 Millionen Sprecher haben. Die Sprachen sind nach fallender Zahl ihrer Sprecher geordnet. Links der Achse ist die Zahl der Sprecher außerhalb der EU und der jetzigen Erwartungsländern beigefügt. Für Sprachen mit mehr als 10 Millionen Sprechern sind innerhalb der Umrandung die EU-Länder angegeben, in denen sie gesprochen werden. Kleinere Sprecherzahlen haben nach abnehmender Größe Tschechisch (10), Bulgarisch (9), Schwedisch (8), Katalanisch (7), Slowakisch (5), Dänisch (5), Finnisch (5), Litauisch (3), Romani (3) Occitanisch (2,7), Galicisch (2,3), Slowenisch (1,8), Lettisch (1,4), Sardisch (1,4), Irisch (1), Estnisch (1), Bretonisch (0,8), Baskisch (0,7), Kymrisch (0,5), Friesisch (0,5), Letzeburgisch (0,3), Korsisch (0,2) und Makedonisch (0,1).
2.7 Die Mechanik des tödlichen Verlaufs der europäischen Sprachkrankheit.
Beim Aufbau der Europäischen Union haben sich verschiedene Nationen freiwillig zu einem Bund von Gleichberechtigten zusammengeschlossen. Ausdrücklich gleichberechtigt sollten dabei ihre Sprachen sein. Dies stellt noch immer offiziell niemand in Frage. Aber durch sogenanntes "pragmatisches Verhalten" bewirken nicht nur unsere europäischen Berufspolitiker eine systematische Untergrabung dieser sprachlichen Gleichberechtigung, die fast unausweichlich zum Erlöschen nahezu aller unserer europäischen Sprachen führen muss. Insbesondere droht auch das Erlöschen der deutschen Sprache, obgleich deren Sprachgebiet zentral in Europa liegt, und sie mit großem Abstand (weit vor der englischen und französischen Sprache) die meisten Sprecher in Europa hat. Welches ist der Mechanismus dieses tödlichen Krankheitsverlaufs?
Kein sprachpolitisch Kurzsichtiger (also fast niemand) hat etwas dagegen, dass nicht alle offiziell gleichberechtigten Sprachen bei sämtlichen offiziellen Gelegenheiten tatsächlich in gleichem Umfang benutzt werden, sondern dass man sich "aus keinen anderen als aus pragmatischen Gründen" auf wenige sogenannte "Arbeitssprachen" beschränkt. Bei den europäischen Einrichtungen beschränkt man sich meist auf Englisch und Französisch. Folglich wurde dies auch außerhalb der Politik üblich, beispielsweise bei internationalen Begegnungen im Bereich von Wissenschaft, Wirtschaft, Kunst und Sport.
Es wäre unzweckmäßig, würden die Schulen nicht dieselbe Konzentration vornehmen. Das schulische Fremdsprachangebot wird also - sogar nahe der niederländischen, dänischen, polnischen und tschechischen Grenze - fast ausschließlich auf Englisch und Französisch beschränkt. Dabei zwingen aber sprachpädagogische Gründe zu einer Entscheidung über die Reihenfolge - und damit über die zwischen Englisch und Französisch zu beachtende Rangordnung. Dazu schweigen die Europapolitiker. Da nach dem Zusammenbruch des Sozialismus die weltpolitische Bedeutung der USA weiter stieg, und von dort seither die Massenmedien weltweit beherrscht werden, entscheiden sich Eltern und Schüler fast einheitlich zugunsten von Englisch als erster Fremdsprache. Dies geschieht völlig freiwillig oder zumindest ohne Bedauern über fehlende Lehrkapazität für Alternativangebote. Deshalb entfällt ein Lern-Unwille, wie er im Russischunterricht der damals sozialistischen RGW-Länder zu beobachten war. (Versteht man mit Lenin unter Freiheit die Einsicht in die Notwendigkeit, dann genossen die DDR-Bürger im Gegensatz zu den damaligen und heutigen Bundesrepublikanern sprachpolitisch keine Freiheit.) Diese Lernbereitschaft gegenüber der vorab ausschließlich unterrichteten englischen Sprache bewirkt, dass anschließend eine kommunikative Kompetenz der Schüler in Französisch kaum mehr erreicht wird. Denn wo Französisch benutzt (also geübt) werden könnte, reicht fast immer auch das schon besser beherrschte Englisch aus.
Bild 3: Prozentualer Anteil sprachpolitisch engagierter Europaparlamentarier nach Ländern. Nach einer Erhebung von G.Pirlot streben (Stand: 1999-01-20) von den Mitgliedern des 4. Europaparlaments im Gesamtmittel knapp 21% nach einer neutralen Lösung des innereuropäischen Kommunikationsproblems, darunter fast alle (14 von 15) irischen Abgeordneten, jedoch nur 10 der 99 deutschen Abgeordneten und keiner aus Griechenland.
Für die nachrückende Generation ist also die augenblicklich noch nötige Feigenblattfunktion des Französischen als zusätzliche Amts- und Schulfremdsprache überflüssig. Die weitere Konzentration auf Englisch darf dann mit breitester Zustimmung rechnen. Denn die Zustimmenden werden selbst keine andere Fremdsprache ausreichend beherrschen und keinen Grund haben, dies als Mangel zu empfinden. Zur Rechtfertigung kann auf den Zwang zur Rationalisierung des Bildungswesens verwiesen werden. Zusätzliche Überzeugungsarbeit leistet das jetzt sogar auf diesem Gebiet immer ängstlicher werdende Schielen nach dem Vorbildverhalten des Großen Bruders USA, wo selbst Universitätsprofessoren sich meist nur in Englisch ausdrücken können. Die Verschwendung von Lernzeit für eine zweite Fremdsprache (die als solche nicht ausreichend gelernt und daher auch nicht genutzt werden kann) wird sich unter diesen Gesichtspunkten im Falle von Französisch ebensowenig rechtfertigen lassen, wie heute im Falle von Latein. Schon jetzt machte sich Griechenland mit der Einführung von Englisch als Pflichtfremdsprache zum Vorreiter der zu erwartenden gesamteuropäischen Lösung. England kann kein wirtschaftliches Interesse haben, sich ihr energisch entgegenzusetzen. Die heutige Überprivilegierung von Englisch und Französisch durch die Einrichtungen der Europäischen Union ist ein kaum mehr umkehrbarer Schritt zur abschließenden Monopolstellung des Englischen im künftigen Fremdsprachunterricht auch der Bundesrepublik Deutschland. Alle anderen Sprachen werden aus dem Angebot gestrichen werden bestenfalls wird die nachrückende Generation in freiwilligen Arbeitsgemeinschaften - in Konkurrenz beispielsweise zum Töpfern oder zur Astronomie - elementare Anfangskenntnisse erwerben können.
Mit mechanischer Notwendigkeit zwingt das bevorstehende Englischmonopol in Europas Schulen unmittelbar anschließend in die Einbahnstraße zur Entoffizialisierung aller übrigen europäischen Sprachen. Denn selbstverständlich bleibt die vor Jahrzehnten noch heimliche, heute schon unheimliche Entwicklung der sprachpolitischen Lage nicht in der "pädagogischen Provinz" stecken, sondern steckt unvermeidlich das gesamte kulturelle, gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Leben an soweit es nicht ohnehin längst infiziert ist. Nicht sorgfältiges Nachdenken über die bestmögliche Lösung des europäischen Kommunikationsproblems sondern (wie bisher) "nur pragmatische Gründe" werden zu einer weiteren Vereinheitlichung der sprachlichen Lage Europas treiben.
Schon lange gibt es Hochschulen auch außerhalb des englischen Sprachraums, die auch für Nicht-Anglisten fachliche Lehrveranstaltungen englisch anbieten und sogar Dissertationen in englischer Sprache annehmen. Dies ermöglicht die unproblematische Zuziehung sprachausländischer Gastdozenten und die weltweite Beachtung der Dissertationen. Auch vergrößert diese "Öffnung der Sprachgrenzen" die Mobilität der Studierenden Europas, die ja alle Englisch gelernt haben und interessiert sein müssen, ihre Sprachkenntnisse unbegrenzt anzuwenden. Mit steigender englischer Sprachkompetenz bei Lehrenden und Studierenden werden daher die Hemmungen gegen eine allmähliche sprachliche Umstellung des gesamten akademischen Lehrbetriebs auf Englisch schwinden. Schon schicken sich die Mathematiker der altehrwürdigen deutschen Universität Göttingen an, ihre Vorlesungen in Englisch abzuhalten. Und die junge Paderborner Universität veranstaltet keine Sommerkurse mehr, sondern schockt (oder lockt?) mit einer "summer school". Auch bei uns wird ernsthaft erwogen, deutsche Studierende nicht mehr mit in Deutschland und Europa bewährten akademischen Graden zu entlassen, sondern ihnen einen angelsächsischen "bachelor" oder "master" (buchstäblich:) anzuhängen und vom späteren "PhD" (sprich: "pi eitsch di") träumen zu lassen. Aus dem Gedächtnis getilgt wird dabei die gemeinsame europäische Universitätstradition. Zu ihr gehörten über nationalsprachige Grenzen hinweg geltende, weil neutralsprachige, nämlich lateinische Titel: Baccalaureatus, Magister, Doctor. Noch werden sie in Europa und darüber hinaus verliehen und getragen. Aber die europäische Kulturzerstörung hat nicht zuletzt auch an deutschen Universitäten begonnen, flächendeckend um sich zu greifen. Der Deutschsprechende wird dazu nur als Steuerzahler gebraucht. Aber gerade ihn soll die "neudeutsche" Welle ja nicht mehr, sondern weniger belasten. Denn unbestreitbar ist der auch sprachliche "Anschluss" des gesamten Europa an die USA mit Kosteneinsparungen verbunden - gerade durch den geleisteten Verzicht auf die Weiterpflege der eigenen, vielfältigen europäischen Kultur.
Mechanische Abläufe sind stets rational begründbar abgesehen von ihrem Start (und von einem eventuellen, entschlossenen Eingriff von außen).
Wenn künftig wieder, wie im Mittelalter, an den europäischen Universitäten aller Länder in einer einheitlichen Sprache unterrichtet wird nicht, wie damals, im neutralen, Gleichberechtigung gewährenden Latein, sondern, in Anerkennung heutiger globaler militärischer und wirtschaftlicher Machtverhältnisse, im US-amerikanischen Englisch -, dann müssen die künftigen Studierenden bis zum Abitur darauf bestmöglich vorbereitet werden. Unbestreitbar zweckmäßig ist folglich die Bemühung, die sich in verschiedenen europäischen Ländern schon ausbreitet und sogar im sonst traditionsbewussten Paderborn Fürsprecher fand, auch bereits in der Schule einzelne Fächer statt in der Muttersprache in Englisch zu unterrichten. Damit kann rechtzeitig eine auch fachsprachliche, aktive Beherrschung der künftigen universitären Unterrichtssprache Englisch erreicht werden. Folgerichtig wird die Abschaffung von Deutsch als schulischer Unterrichtssprache nicht auf einzelne Fächer beschränkt bleiben. Damit stirbt die Fachsprache Deutsch in allen Wissenschaftszweigen aus. Andere traditionsreiche europäische Sprachen mit weniger Sprechern Dänisch, Niederländisch und sogar Italienisch sind schon heute in dieser Einbahnstraße weit vorausgeeilt.
Unsere Real- und Hauptschulen, die sich nicht um künftige Zulassungsbedingungen der Universität kümmern müssen, werden trotzdem keine Kulturschutzbunker der deutschen Sprache bleiben können. Denn die innereuropäische Freizügigkeit auch bei der Berufsausübung gehört nicht nur für den akademischen Bereich zum beschlossenen europapolitischen Programm. Ein (z.B.) portugiesischer Gastwirt, Handwerker oder Kaufmann, der sich (z.B.) in Dänemark niederlassen will, muss dankbar sein, dass nicht nur er sondern auch seine Kundschaft Englisch spricht. Unzumutbar wäre eine sprachliche Benachteiligung seiner Kinder in der Schule gegenüber den dänischen Kindern. Dadurch wird die angesprochene Tendenz, den Fachunterricht englisch zu erteilen, durch entstehenden politischen Druck verstärkt und voraussichtlich früher oder später sogar gerichtlich erzwingbar. Der Weg dazu wird durch Vorverlagerung des Englischlernens in den Kindergarten schon jetzt geebnet nicht nur im kleinen dänischen Sprachraum, sondern sogar auch im bisherigen Verbreitungsgebiet der deutschen Sprache, obwohl sie geographisch die europäische Zentralsprache und demoskopisch die mit Abstand stärkste unter allen offiziellen Sprachen der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union ist. Der enorme bildungsökonomische Vorteil des Verzichts auf die Unterrichtsdurchführung in der Landessprache liegt auf der Hand: die Schulbücher und andere Lehrmittel können nun in ganz Europa für alle Fächer einheitlich in Englisch abgefasst (oder, noch preisgünstiger, aus den USA importiert) werden. Hinzu kommen auf dem gesamten europäischen Festland gewaltige Lernzeiteinsparungen: der in verschiedenen Sprachbereichen zeitraubende Unterricht über die Rechtschreibung in der Muttersprache kann (außerhalb Englands) entfallen, und Sprachausländerkinder müssen die Landessprache nicht besser aktiv beherrschen lernen als schon heute die Kinder z.B. eines Hamburger Informatikers, der eine Stelle z.B. in Sindelfingen fand, das Schwäbische beherrschen müssen.
Mit mechanischer Notwendigkeit muß der Gleichschaltung des Bildungswesens die Gleichschaltung des öffentlichen Lebens folgen. Denn natürlich gibt es sprachliche Kommunikation außer in den Schulen auch mit Behörden und Gerichten. Dass ein schwäbischer Beamter mit einem schwäbischen Bürger auch im Dienst Schwäbisch spricht, ist ebenso selbstverständlich, wie dass er mit dem Hamburger im gemeinsamen Deutsch verkehrt. Dies geschieht nicht nur aus Höflichkeit, sondern um Missverständnisse und daraus entstehende Nachteile zu vermeiden und damit gerichtsfähige Klagen. Daher erscheint Schwäbisch selbstverständlich auf keinen behördlichen Formblättern, Verlautbarungen und anderen Schriften, die ja für alle Bürger, nicht nur für die "Einheimischen" gedacht sind. Die Gleichberechtigung aller Europabürger zusammen mit ihrer Freizügigkeit führt im weiteren Verlauf der skizzierten sprachlichen Entwicklung Europas ebenso selbstverständlich dazu, dass Behörden und Gerichte mit Sprachausländern Englisch verkehren und dazu alle ihre amtlichen Schriftstücke statt nur in der örtlich offiziellen Nationalsprache zunächst zweisprachig in der Landessprache und im überall verstandenen Englisch abfassen. Dann spätestens wird erkannt, dass Englisch von den Einheimischen ebensogut wie von den Sprachausländern verstanden wird, die schriftliche Zweisprachigkeit (genauer: die Weiterpflege der eigenen Nationalsprache) also den Verwaltungsinstitutionen und Gerichten unnötige Kosten verursacht. Wie wäre dies gegenüber Ausgabenkontrolleuren und Wählern zu rechtfertigen?
Mit mechanischer Zwangsläufigkeit und überzeugenden Rechtfertigungsversuchen werden Dänisch, Griechisch, Portugiesisch, Spanisch, Deutsch und die anderen, mit Englisch heute noch gleichberechtigten Sprachen Französisch nicht ausgenommen! somit nacheinander aus den Universitäten, den Schulen und den Behörden der jeweiligen Sprachbereiche verschwinden. In Presse, Funk und Fernsehen sowie in Lichtspiel- und Schauspielhäusern werden in vertretbarem Umfang zur Nostalgiepflege in Zusammenarbeit mit traditionspflegenden Heimat- und Schützenvereinen vereinzelte Reservatgebiete für die jeweilige regionale Landessprache erhalten bleiben, wie heute schon für die jeweils heimische Mundart. Bibliotheken, deren bauliche Erweiterung mit der wachsenden Informationslawine längst nicht mehr Schritt halten kann, werden zugunsten der über sie hereinbrechenden angelsächsischen Büchermassen in einer großen Entrümpelungsaktion sich von den originalsprachigen Ausgaben der heimischen Klassiker Andersen, Cervantes, Goethe, Molière trennen, natürlich mit Ausnahme der Erstausgaben, die, wie die Gutenbergbibel, als Kulturdenkmäler für Ausstellungszwecke in verschlossenen Glasschränken zu verwahren sind. Tatsächlich gelesen werden (wie schon längst in den USA üblich) nur englische Übersetzungen der Klassiker, die in dieser Form die "Weltliteratur" bilden.
2.8 Die drohende Beerdigung des europäischen Sprachreichtums.
Eine heute noch schreckende, von sprachpolitisch Kurzsichtigen für unmöglich gehaltene scheinbare Zweisprachigkeit der Europäer wird auf diesem beschleunigt durcheilten Abweg ins europäische Kulturgrab die unausweichliche Folge des heutigen Verzichts auf sprachliche Gleichberechtigung sein. Beherrschen wird in nicht mehr ferner Zukunft jeder nicht-englische Europäer nur noch zwei Sprachen oder genauer: zwei halbe. Einerseits wird jeder Bürger der Europäischen Union das verbindende und verbindliche Englisch als gemeinsame Schriftsprache mit je persönlichen Besonderheiten in Sprech- und Schreibweise europa- und weltweit benutzen - also jenes, hinsichtlich Phonetik, Orthographie, Grammatik und Stilistik sehr unscharf definierte Kommunikationsmittel, das wohl am treffendsten als Fuzzy English zu bezeichnen ist und in Ermangelung klarer Sprachnormen nur als Halbsprache gelten kann. Neben dieser wird der künftige Unionsbürger im regionalen Freundes- und Verwandtenkreis die bisherige Landessprache sprechen. Da sie allenfalls noch von Heimatdichtern auch geschrieben wird und keiner weiteren Sprachnormung mehr bedarf, wird ihr Übergang zu den bisherigen Dialekten fließend werden, so dass auch sie nur noch als Halbsprache überdauert. Wie die heutigen Dialekte wird auch die bisherige Landessprache aber immer weniger gesprochen werden teils wegen des zunehmenden Einflusses des einheitlich englischen Fernsehens, teils wegen der weiter wachsenden innereuropäischen Freizügigkeit, die immer weniger Gelegenheit zum Sprechen der eigenen Sprache belässt. Die heute noch regional gebrauchten europäischen Nationalsprachen werden vor dem völligen Erlöschen nur durch Aufnahme in die regionale Folklore bewahrt werden. Von dieser regionalen Folklore wird aber die bisherige Nationalsprache der letztrangig gepflegte Bestandteil sein, da er für die zahlreich zahlenden Touristen am schwersten verständlich, also am wenigsten attraktiv ist. Als Schriftsprachen werden unterdessen alle bisherigen europäischen Amtssprachen - außer Englisch - bereits tot sein wie schon heute Latein, Mittelhochdeutsch und Plattdeutsch. Damit kommt die angelaufene sprachpolitische Entwicklung Europas im europäischen Kulturgrab zur Ruhe.
Natürlich kann diese endgültige sprachliche "Säuberung" Europas nicht mehr in den wenigen verbleibenden Monaten vor Ende unseres Jahrtausends erreicht werden, und auch noch nicht in der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts -trotz des unverkennbar beschleunigten Fortschritts fort vom heutigen europäischen Reichtum an Sprachen und Kulturen. Es soll hier auch nicht behauptet werden (sondern ist bloß zu vermuten), dass irgend ein Europapolitiker das Erreichen dieser Endlösung schon für die übernächste Generation wenn überhaupt strategisch anstrebt, wenigstens erhofft oder stillschweigend in Kauf nimmt (vermutlich sind die meisten kurzsichtige Ignoranten, und nur wer klar sieht, sieht weg).
Schließlich soll der absichtlich gewählte Ausdruck "sprachliche Säuberung" lediglich an die antipluralistische Kulturkampfparole "ethnische Säuberung" erinnern, nicht aber die Erwartung einer künftigen Sprachpflege ausdrücken. Denn es wäre eine trügerische Hoffnung, zu erwarten, dass jemals die englische Kultur alle anderen verdrängen werde. Auch künftig wird natürlich die englische Kultursprache, der Shakespeare und Shaw Denkmäler setzten, (mindestens) diesseits des Kanaltunnels nur von hochgebildeten Anglisten und Amateur-Anglisten verstanden (und selbst von diesen nicht einwandfrei gesprochen) werden. Der Verständigungssprachersatz, der sich über den Kontinent (und die Kontinente) wie stinkende Gülle zu ergießen begann, die Kulturen zu ersticken droht und zurückströmend auch den eigenen Urquell verschmutzen wird, ist ein undefinierter, nur von ferne englisch klingender Slang: nämlich die Halbsprache Fuzzy English, die zwischen "Neudeutsch" ("Engleutsch", "Denglisch"), "Franglais" und Pidgin English qualmt.
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